Auf einen Blick
- RegionVenetien
- UNESCOAltstadt seit 2000 Welterbe
- Ideale Dauer1 bis 2 Tage
- Beste ReisezeitApril bis Juni und September/Oktober, Opernsommer Juni bis Anfang September
- FortbewegungAlles zu Fuß, Altstadt in der Etsch-Schleife
Die Top 11 in Verona
1 Arena di Verona
Das römische Amphitheater aus dem 1. Jahrhundert ist Veronas Wahrzeichen und nach Kolosseum und Capua das drittgrößte erhaltene Italiens, dabei deutlich besser in Schuss. Tagsüber kletterst du über die Ränge aus rosafarbenem Kalkstein, an Sommerabenden verwandelt das Opernfestival die Arena in eine gigantische Freiluftbühne.
Wenn du zwischen Juni und Anfang September in Verona bist, plane einen Opernabend fest ein, die günstigen Steinstufen sind ein Erlebnis für sich. Alles zu Tickets, Steinplätzen und Tagesbesuch steht im Guide zur Arena di Verona.
2 Casa di Giulietta
Der Innenhof mit dem Julia-Balkon ist der meistfotografierte Ort der Stadt, und zugleich der ehrlichste Schwindel Italiens: Julia ist eine literarische Figur, der Balkon wurde erst in den 1930er-Jahren angebaut. Trotzdem hat der Ort eine eigene Magie, wenn du früh kommst.
Ob sich Hof und Museum für dich lohnen und wie du dem Gedränge entgehst, liest du auf der Seite zur Casa di Giulietta.
3 Piazza delle Erbe
Veronas schönster Platz liegt genau dort, wo einst das Römische Forum war: Marktstände, Freskenfassaden der Case Mazzanti, der barocke Palazzo Maffei und mittendrin der Brunnen mit der antiken Madonna Verona. Abends gehört der Platz dem Aperitivo.
Mehr zu Platz, Markt und Nachbarplätzen findest du im Guide zur Piazza delle Erbe.
4 Torre dei Lamberti
Der 84 Meter hohe Stadtturm an der Piazza delle Erbe ist der beste Aussichtspunkt innerhalb der Altstadt. Ein Aufzug bringt dich fast bis nach oben, nur die letzten Stufen gehst du selbst. Von der Plattform überblickst du das Ziegeldach-Meer, die Arena und die Hügel jenseits der Etsch.
Leg den Aufstieg auf den Vormittag oder in die letzte Stunde vor Schließung, dann ist das Licht am schönsten und die Warteschlange am kürzesten.
5 Piazza dei Signori & Arche Scaligere
Einen Torbogen weiter wird es still und staatstragend: Die Piazza dei Signori war das politische Zentrum der Scaliger, in der Mitte wacht ein ernster Dante, der hier im Exil lebte. Gleich um die Ecke stehen die Arche Scaligere, die gotischen Grabmäler der Herrscherfamilie, ein filigranes Gesamtkunstwerk aus Marmor und Schmiedeeisen.
Beide Orte nimmst du am besten in einem Zug mit der Piazza delle Erbe mit, die Wege dazwischen sind kurz.
6 Castelvecchio & Ponte Scaligero
Die Backsteinburg der Scaliger am Etsch-Ufer beherbergt heute ein Museum, das Architekturfans aus aller Welt anzieht: Carlo Scarpa hat es in den 1960er-Jahren zu einem Meisterwerk der Ausstellungsgestaltung umgebaut. Der zinnenbewehrte Ponte Scaligero direkt an der Burg ist frei begehbar und einer der besten Sonnenuntergangsspots der Stadt.
Details zu Museum, Brücke und Abendlicht stehen im Guide zu Castelvecchio & Ponte Scaligero.
7 Ponte Pietra & Castel San Pietro
Die römische Steinbrücke ist die älteste der Stadt und führt hinüber ans linke Etsch-Ufer, wo eine Standseilbahn oder eine Treppe zum Aussichtspunkt am Castel San Pietro hinaufführt. Von dort oben siehst du die komplette Altstadtschleife, zum Sonnenuntergang ist das der schönste Blick auf Verona.
Wie du Brücke, Hügel und Römisches Theater am besten kombinierst, liest du auf der Seite zu Ponte Pietra & Castel San Pietro.
8 Duomo Santa Maria Matricolare
Veronas Kathedrale versteckt sich im ruhigsten Winkel der Altstadtschleife und wird von vielen ausgelassen, zu Unrecht. Hinter der romanischen Fassade wartet ein heller Innenraum mit Tizians Gemälde der Himmelfahrt Mariens, dazu Ausgrabungen frühchristlicher Vorgängerkirchen.
Kombiniere den Dom mit dem nahen Ponte Pietra, beides liegt an derselben Flussbiegung.
9 Basilica di San Zeno Maggiore
Eine der schönsten romanischen Kirchen Italiens liegt gut 15 Gehminuten westlich der Arena und lohnt jeden Schritt: Bronzetüren voller biblischer Bildergeschichten, eine große Glücksrad-Rosette und über dem Altar Andrea Mantegnas berühmtes Triptychon. Der Legende nach heirateten Romeo und Julia in der Krypta.
Weil San Zeno etwas abseits liegt, ist es selbst in der Hochsaison angenehm ruhig.
10 Basilica di Sant’Anastasia
Die größte Kirche Veronas ist ein gotischer Backsteinriese nahe dem Ponte Pietra. Innen tragen zwei buckelige Figuren, die Gobbi, die Weihwasserbecken, und hoch oben in einer Kapelle hängt Pisanellos Fresko des heiligen Georg, ein Hauptwerk der internationalen Gotik.
Zehn Minuten reichen für einen Eindruck, Kunstfreunde bleiben deutlich länger.
11 Giardino Giusti
Auf der anderen Flussseite, im Studentenviertel Veronetta, liegt einer der ältesten Renaissancegärten Italiens: Zypressenallee, Hecken-Labyrinth und Terrassen mit Stadtblick. Schon Goethe war 1786 hier und nahm einen Zypressenzweig als Andenken mit.
Der Garten ist das perfekte ruhige Kontrastprogramm zum Trubel um den Julia-Balkon, mehr dazu im Guide zum Giardino Giusti.
Wie viel Zeit brauchst du?
An einem konzentrierten Tag schaffst du die Nummern 1 bis 7, das ist der klassische Rundgang von der Arena über die Plätze bis zum Aussichtspunkt. Mit zwei Tagen nimmst du San Zeno, den Dom und den Giardino Giusti dazu und hast abends Zeit für die Oper oder ein langes Essen. Mehr zur Planung findest du im Verona-Guide und bei den Aktivitäten & Touren.
Tipp: Starte um 9 Uhr an der Casa di Giulietta, wenn der Hof noch leer ist, dann weiter zur Piazza delle Erbe und auf den Lamberti-Turm. Die Arena hebst du dir für den Nachmittag auf und den Sonnenuntergang für das Castel San Pietro.
Praktisches für den Rundgang
Verona belohnt gutes Timing: Die Kirchen schließen mittags gern für ein paar Stunden, die Museen sind montags oft zu, und im Opernsommer verschieben sich die Öffnungszeiten der Arena. Prüfe die Tagesplanung deshalb am Vorabend. Bequeme Schuhe sind Pflicht, das Kopfsteinpflaster der Altstadt ist schön und gemein zugleich. Wie du anreist und warum du das Auto besser draußen lässt, steht im Guide Verkehr in Verona, die passende Unterkunft findest du unter Hotels in Verona.
Verona und der Gardasee kombinieren
Kaum eine Stadt lässt sich so gut mit einem See verbinden: Der Gardasee beginnt eine Viertelstunde Zugfahrt westlich von Verona. Vom Bahnhof Porta Nuova bist du schnell in Peschiera und von dort per Bus oder Boot in Sirmione mit seiner Wasserburg. Umgekehrt ist Verona der perfekte Kulturtag für alle, die am See Urlaub machen, auch von Malcesine am Ostufer kommst du mit Bus und Bahn in die Stadt.
Gut zu wissen: Während des Opernfestivals verbinden viele Gardasee-Urlauber ihren Verona-Tag mit einer Abendvorstellung in der Arena. Prüfe vorab die letzte Rückverbindung oder nimm das Auto, die Vorstellungen enden oft erst nach Mitternacht.
Tickets: Opernkarten für die Arena kaufst du ausschließlich über die offizielle Website der Fondazione Arena, Steinplätze für beliebte Abende sind Wochen vorher weg. Museen und Türme musst du außerhalb der Ferien selten vorbuchen.
Sehenswürdigkeiten für Regentage
Bei Regen ist das Museum im Castelvecchio die erste Adresse, dazu das Museum an der Casa di Giulietta und der Lamberti-Turm an der Piazza delle Erbe, dessen Aufstieg auch bei bedecktem Himmel funktioniert. Die Arkaden rund um beide Plätze fangen kurze Schauer ab. Warten müssen der Giardino Giusti und der Blick vom Castel San Pietro.
Häufige Fragen
Wie viele Tage braucht man für Verona?
Ein voller Tag reicht für die großen Highlights: Arena, Julia-Balkon, Piazza delle Erbe, Castelvecchio und der Aussichtspunkt am Castel San Pietro. Deutlich entspannter sind zwei Tage, dann bleiben Zeit für San Zeno, den Giardino Giusti und abends eine Oper in der Arena. Als Tagesausflug vom Gardasee funktioniert Verona ebenfalls sehr gut.
Was ist die wichtigste Sehenswürdigkeit in Verona?
Die Arena di Verona. Das römische Amphitheater ist besser erhalten als das Kolosseum und im Sommer als Opernbühne in Betrieb, eine Kombination, die es so kein zweites Mal gibt. Wer nur wenige Stunden hat, sollte Arena und Piazza delle Erbe sehen und den Rest dem Zufall überlassen.
Ist Verona gut zu Fuß zu erkunden?
Ja, besser als fast jede andere italienische Stadt. Die Altstadt liegt kompakt in einer Flussschleife, zwischen Arena und Ponte Pietra läufst du keine 20 Minuten. Nur für den Aussichtspunkt am Castel San Pietro gibt es eine Standseilbahn, wenn du dir die Treppe sparen willst.
Lohnt sich Verona als Tagesausflug vom Gardasee?
Absolut. Vom Südufer bist du mit Zug oder Auto in 15 bis 40 Minuten in der Stadt. Ein Tag reicht für den klassischen Rundgang, und im Sommer lässt sich der Ausflug mit einem Opernabend in der Arena verbinden. Achte dann auf die Rückfahrt, die Vorstellungen enden spät.
Welche Sehenswürdigkeiten in Verona sind kostenlos?
Eine ganze Menge: die Piazza delle Erbe und die Piazza dei Signori, der Ponte Scaligero, der Ponte Pietra und der Aufstieg zum Aussichtspunkt am Castel San Pietro über die Treppe. Auch die Arche Scaligere siehst du gut durchs Gitter. Eintritt zahlst du für Arena, Museen, Türme und die meisten Kirchen.





