Auf einen Blick
- BahnhöfePorta Nuova (Kopfbahnhof) und Porta Susa (Durchgangsbahnhof)
- FlughafenTorino Caselle (TRN), rund 16 Kilometer nördlich
- Nahverkehr1 automatische Metrolinie, dichtes Tram- und Busnetz
- ZentrumKompakt, eben, gut zu Fuß
- AutofahrerZTL-Zone im Zentrum, kameraüberwacht
Anreise mit dem Zug: Porta Nuova und Porta Susa
Turin liegt bestens im italienischen Schnellzugnetz: Ab Mailand bist du mit Frecciarossa oder Italo in rund einer Stunde da, auch aus Rom, Florenz oder Bologna gibt es Direktverbindungen. Die Schnellzüge halten am Durchgangsbahnhof Porta Susa, viele zusätzlich am Kopfbahnhof Porta Nuova, der näher an Via Roma und Zentrum liegt. Prüfe beim Buchen also, welcher Bahnhof zu deinem Hotel passt. Tickets kaufst du direkt bei Trenitalia oder Italo, früh gebucht sind Schnellzüge deutlich günstiger.
Vom Flughafen in die Stadt
Der Flughafen Torino Caselle liegt rund 16 Kilometer nördlich des Zentrums. In die Stadt kommst du mit dem Expressbus, der Porta Susa und Porta Nuova ansteuert. Die Alternative ist der Zug: Der Flughafen hat einen eigenen Bahnhof gegenüber der Ankunftsebene, von dort fährst du an sieben Tagen die Woche in rund einer halben Stunde nach Torino Porta Susa. Taxis stehen direkt am Ausgang der Ankunftshalle, für Fahrten zwischen Flughafen und Zentrum gilt ein von der Stadt festgelegter Höchsttarif, in dem Nacht- und Feiertagszuschläge schon enthalten sind. Manche Reisende fliegen auch über Mailand und nehmen den Zug, das ist oft günstiger als ein Umsteigeflug.
Nahverkehr: Metro, Tram und Bus
Turins Metro besteht aus einer einzigen, vollautomatischen Linie, die unter anderem Porta Nuova, Porta Susa und das Lingotto-Areal verbindet, praktisch, aber für die meisten Sehenswürdigkeiten nicht nötig. Interessanter sind die Trams und Busse des städtischen Netzes, mit denen du etwa zur Talstation der Zahnradbahn nach Superga oder zum Parco del Valentino kommst. Tickets kaufst du vor der Fahrt in Tabakläden, an Automaten oder per App und entwertest sie beim Einsteigen. Fahrpläne und Linien findest du beim Betreiber GTT.
Tipp: Plane deine Tage so, dass du den Nahverkehr kaum brauchst: Fast alle Sehenswürdigkeiten liegen im fußläufigen Zentrum, und die Arkaden machen selbst Regentage zum Spaziergang. Tram fährst du eigentlich nur nach Sassi und ins Lingotto.
Mit dem Auto: ZTL und Parken
Das historische Zentrum ist werktags zu bestimmten Zeiten eine ZTL, eine verkehrsbeschränkte Zone, deren Einfahrten mit Kameras überwacht werden. Wer ohne Berechtigung einfährt, bekommt das Bußgeld Wochen später nach Hause geschickt, gern auch mehrfach bei mehreren Durchfahrten. Also: Hotel im Zentrum vorher fragen, ob es dein Kennzeichen anmelden kann, sonst in einer Garage am Rand der Zone oder am Stadtrand mit Metro-Anschluss parken.
Wie das System landesweit funktioniert, erklärt der Beitrag zu den ZTL-Zonen in Italien, und für die ganze Route hilft der Guide Mit dem Auto nach Italien. In der Stadt selbst brauchst du das Auto definitiv nicht.
Achtung: Verlass dich nicht auf dein Navi: Es kennt die ZTL-Grenzen und Zeiten oft nicht. Maßgeblich sind die Schilder mit Anzeigetafel an den Einfahrten. Im Zweifel gilt: nicht einfahren, außen parken, zu Fuß weiter.
Zu Fuß und mit dem Rad
Turin ist eine Stadt der Fußgänger: eben, schachbrettartig angelegt und mit Arkaden gegen Regen und Sonne. Vom Bahnhof Porta Nuova zur Piazza Castello läufst du eine gute Viertelstunde, zur Mole kaum länger. Leihräder und Sharing-Roller ergänzen das Angebot, am schönsten radelt es sich am Po entlang Richtung Parco del Valentino. Für Ausflüge ins Umland, etwa in die Langhe, liest du am besten den Beitrag zu den Aktivitäten in Turin.
Lohnt sich die City Card?
Für Turin gibt es die Torino+Piemonte Card, die offizielle Karte von Stadt und Region. Sie bündelt die großen Häuser in einem Ticket mit fester Laufzeit ab der ersten Nutzung, darunter das Ägyptische Museum, das Kinomuseum in der Mole Antonelliana, den Palazzo Reale und die Residenzen im Umland. Der städtische Nahverkehr gehört nicht zum Standardumfang, dafür gibt es eigene Tages- und Mehrfahrtenkarten, siehe oben. Die Rechnung: Ab drei großen Häusern in zwei bis drei Tagen lohnt sich die Karte, für einen Tag mit einem einzigen Museum nicht. Welche Ziele enthalten sind und was die Karte kostet, steht auf der offiziellen Website turismotorino.org.
Häufige Fragen
Welcher Bahnhof in Turin ist der richtige: Porta Nuova oder Porta Susa?
Beide liegen zentral. Porta Nuova ist der Kopfbahnhof am Südende der Via Roma und für die meisten Hotels im Zentrum praktischer, Porta Susa der moderne Durchgangsbahnhof, an dem alle Schnellzüge halten. Prüfe einfach, welcher Halt näher an deiner Unterkunft liegt, der Unterschied ist selten mehr als ein 20-Minuten-Spaziergang.
Wie kommt man vom Flughafen Turin in die Stadt?
Mit dem Expressbus zu den Bahnhöfen Porta Susa und Porta Nuova, mit dem Zug ab dem Flughafenbahnhof nach Porta Susa in rund einer halben Stunde oder mit dem Taxi zum festgelegten Höchsttarif. Bus und Bahn sind die günstigen Optionen, das Taxi die bequemste. Prüfe die aktuellen Fahrpläne kurz vor der Reise, die Taktung ändert sich je nach Tageszeit.
Braucht man in Turin ein Auto?
Nein, im Gegenteil: Das Zentrum ist kompakt, eben und von der ZTL geschützt, fast alles erreichst du zu Fuß oder mit der Tram. Ein Auto lohnt sich erst für Ausflüge ins Umland, etwa in die Langhe. Miete es dann für den Ausflugstag und nicht für den ganzen Städtetrip.
Was ist die ZTL in Turin?
Eine verkehrsbeschränkte Zone im historischen Zentrum, in die werktags zu bestimmten Zeiten nur Berechtigte einfahren dürfen. Kameras erfassen jedes Kennzeichen, Verstöße kosten pro Durchfahrt. Als Besucher parkst du am besten außerhalb oder lässt dein Hotel das Kennzeichen anmelden, sofern es das anbietet.
Wie kauft man Tickets für Tram und Bus in Turin?
Vor der Fahrt in Tabakläden mit GTT-Logo, an Automaten der Metrostationen oder per App. Wichtig: Papiertickets beim Einsteigen entwerten, digitale Tickets vor Fahrtantritt aktivieren. Kontrollen sind selten, aber konsequent, und Ausreden von Touristen kennen die Kontrolleure alle schon.


