Emilia-Romagna · Bologna

Aktivitäten & Touren in Bologna

Bologna erlebst du am besten mit den Händen und dem Magen: Tortellini falten, Mortadella probieren, unter 666 Bögen auf einen Wallfahrtshügel steigen. Die Stadt braucht keine Show-Attraktionen, ihre besten Aktivitäten sind die, die Bologneser selbst seit Generationen machen.

Hier sind die Erlebnisse, die sich wirklich lohnen, dazu die Tagesausflüge, für die Bolognas Lage als Bahnknoten wie geschaffen ist.

Auf einen Blick

  • RegionEmilia-Romagna
  • KlassikerPastakurs, Foodtour, San-Luca-Wanderung
  • AusflügeModena, Parma, Ravenna, Ferrara
  • Beste Zeitganzjährig, Wanderung im Sommer früh

Pastakurs: Tortellini falten bei der Sfoglina

Die Königsdisziplin: Eine Sfoglina, eine Pasta-Meisterin, zeigt dir, wie aus Mehl und Eiern eine hauchdünne Sfoglia wird und wie du daraus Tortellini um den kleinen Finger drehst. Kurse dauern meist zwei bis drei Stunden, am Ende isst du deine eigene Produktion. Es ist das beste Mitbringsel der Stadt, denn die Technik nimmst du mit nach Hause.

Tipp: Buche den Kurs für den Anfang deiner Reise, nicht ans Ende. Danach schaust du in den Pastaläden des Quadrilatero mit ganz anderen Augen in die Auslagen und weißt, wofür du bezahlst.

Foodtour durch das Quadrilatero

Eine geführte Foodtour lohnt in Bologna mehr als in fast jeder anderen Stadt: Du probierst dich in zwei bis drei Stunden durch Salumerie, Käsehändler und Bäckereien, hörst die Geschichten hinter Mortadella und Ragù und bekommst nebenbei die Adressen, an denen du den Rest der Reise isst. Wer lieber allein zieht, nimmt die Seite Essen & Trinken in Bologna als Spickzettel und startet vormittags, wenn die Märkte voll im Betrieb sind.

Die San-Luca-Wanderung

Der Halbtagesklassiker: von der Porta Saragozza unter dem längsten Portikus der Welt hinauf zur Wallfahrtskirche Madonna di San Luca, 666 Bögen, knapp vier Kilometer, die letzten Abschnitte ordentlich steil. Oben warten Ausblick über Stadt und Apennin und ein sehr verdienter Caffè. Alle Details zu Route und Alternativen stehen auf der Seite zu den Portiken von Bologna.

Gut zu wissen: Wer nur bergab laufen will, fährt mit dem touristischen Zug oder Bus hinauf und spaziert durch die Bögen zurück in die Stadt. Im Sommer gilt: früh starten, der Anstieg ist zwar überdacht, aber schweißtreibend.

Türme, Terrassen, Aussicht

Der Blick von oben gehört zu jedem Bologna-Besuch: klassisch vom Asinelli der zwei Türme, sofern der Aufstieg wieder freigegeben ist, alternativ vom Torre Prendiparte oder von der zeitweise geöffneten Terrasse von San Petronio an der Piazza Maggiore. Den schönsten Gratis-Blick zum Sonnenuntergang bietet die Terrasse von San Michele in Bosco oberhalb der Altstadt.

Tagesausflüge: vier Städte in rund einer Stunde

Bologna ist der ideale Startpunkt für die Emilia-Romagna, alle vier Ziele erreichst du per Regionalzug, Modena und Ferrara in gut einer halben Stunde, Parma und Ravenna in rund einer Stunde. Modena lockt mit Balsamico-Besichtigungen und den Ferrari-Museen, Parma mit Parmigiano-Reifekellern und Prosciutto, Ravenna mit seinen frühchristlichen Mosaiken, die zum UNESCO-Welterbe zählen, und Ferrara mit Renaissance-Palästen und Fahrradkultur. Für Genussziele wie Parmigiano-Käsereien oder Acetaie in Modena buchst du am besten vorab eine Führung, viele Betriebe öffnen nur mit Anmeldung.

Achtung: Entwerte Regionalzug-Tickets vor dem Einsteigen, sonst droht Bußgeld, auch bei digitalen Tickets auf die Gültigkeitsregeln achten. Zur Bahnlogik rund um Bologna mehr auf der Seite Verkehr in Bologna.

Abends: Aperitivo und Musik

Der Abend beginnt mit einem Aperitivo, am schönsten auf der Piazza Santo Stefano oder in den Gassen des Marktviertels. Danach hat die Universitätsstadt mehr Livemusik, Theater und Kneipenkultur zu bieten als die meisten Städte ihrer Größe, ein Spaziergang durch die Via del Pratello am Abend genügt, um das zu spüren.

Häufige Fragen

Welche Aktivität lohnt sich in Bologna am meisten?

Der Pastakurs. Nirgendwo lernst du die Küche der Stadt so direkt kennen wie beim Falten eigener Tortellini unter Anleitung einer Sfoglina. Danach folgen die San-Luca-Wanderung unter den 666 Bögen und eine Foodtour durch das Quadrilatero.

Muss man Pastakurse und Foodtouren vorab buchen?

Ja, mindestens ein paar Tage vorher, in der Hauptsaison besser früher. Die Kurse finden in kleinen Gruppen statt und sind schnell voll. Viele Anbieter listet das offizielle Tourismusportal Bologna Welcome, dort buchst du seriös und auf Deutsch oder Englisch.

Welcher Tagesausflug ab Bologna ist der beste?

Kommt auf den Geschmack an: Modena für Balsamico und Motoren, Parma für Käse und Schinken, Ravenna für die Mosaiken, Ferrara für Renaissance und Ruhe. Modena und Ferrara liegen gut eine halbe Stunde entfernt, Parma und Ravenna rund eine Stunde, du kannst also problemlos zwei Ausflüge in einen Aufenthalt packen.

Wie lange dauert die San-Luca-Wanderung?

Ab der Porta Saragozza brauchst du bergauf etwa eine Stunde, zurück geht es schneller. Mit Besichtigung der Basilika und Pausen ist es ein halber Tag. Wer Kräfte sparen will, fährt hinauf und läuft nur bergab durch die Bögen zurück.

Was macht man in Bologna bei Regen?

Fast alles, denn die Portiken überdachen die halbe Stadt: Museen wie das Archiginnasio, Markthallen, lange Mittagessen und ein Pastakurs sind das perfekte Schlechtwetterprogramm. Selbst die San-Luca-Wanderung geht bei Regen, der Weg ist fast durchgehend überdacht.